Guppys und Steinadler

Die deutschen Bauern monieren, daß Felder mit genetisch verändertem Saatgut in unmittelbarer Nachbarschaft angebaut werden. Zufällige Vermischungen von genmanipuliertem und ökologischem Saatgut könnten auftreten und die eigene Ernte beeinflussen. Kein Bauer kann mehr mit ruhigem Gewissen behaupten, er habe noch Pflanzen mit reinem Erbgut. Um die Proteste abzuwürgen, werden die Versuchsflächen mit genetisch manipulierten Pflanzen nicht mehr gekennzeichnet und deren Standorte verschwiegen. Das lindert zwar die Angst der Bauern nicht, trägt aber dazu bei, daß sie sich dem Schicksal ergeben, nicht mehr zu wissen, von wem ihre Pflanzen bestäubt werden.

Das Landwirtschaftsministerium übernahm dieses Modell aus Berlin. Anfänglich kamen ein paar türkische und italienische Gastarbeiter nach Deutschland. Sie sollten und wollten nicht lange bleiben, lebten unter sich. Sie ergaben sich ihrem Gaststatus, die Deutschen grenzten sie per se aus. Sie waren billige Arbeitskräfte, und das ließ man sie spüren. Nun ja, die meisten. Wie bei den Pflanzen der Bauer kann sich kein Mann sicher sein, das irgendeines seiner Gewächse nicht doch empfänglich für Importsamen ist. Es kam, wie es kommen musste – über die Feldergrenzen hinweg wurde lustig bestäubt bzw. fortgepflanzt.

Der Bauer sagt dazu „verunreinigte Erbsubstanz“, in Berlin heißt es Multi-Kulti. Wie Pflanzen haben auch Kulturen unterschiedliche Abwehrmechanismen und Resistenzen entwickelt. Einige fremde männliche Gattungen können sich bei der einheimischen weiblichen Art eher fortpflanzen als umgekehrt. Deutsche Frauen heirateten im Jahr 2002 insfesamt 5600 türkische Männer, während deutsche Männer nur 2000 türkische Frauen heirateten. Das sind 100 Eheschließungen weniger als mit Rumäninnen. Über die Anzahl der hier lebenden Rumänen im Vergleich zur türkischstämmigen Bevölkerung schwieg sich die Statistik wegen klarer Verhältnisse aus.

Die 36 000 deutschen Männer, die eine ausländische Frau heirateten, bezogen diese wohl eher aus einem Katalog, denn die Herkunftsländer der Frauen waren hauptsächlich Polen, Thailand und Rußland. Die Zahl der Eheschließungen deutscher Frauen mit ausländischen Männern ist um 10 000 niedriger. Der Widerspruch erklärt sich recht einfach. Welcher ausländische Mann will schon eine Frau heiraten, die in den Augen der eigenen Kultur ein Schlampe ist? Ficken reicht doch aus.

Die oben erwähnte fehlende Kennzeichnung genveränderten Saatgutes wird im deutschen Alltag durch Einbürgerung erreicht. Deshalb liegt der Ausländeranteil in Kreuzberg bei nur ca. 23 Prozent , während das Stadtbild etwas anderes aussagt. Nach aktuellen Trends wird Europa spätestens Ende des 21. Jahrhunderts muslimische Mehrheiten in der Bevölkerung haben.

Europäer heiraten spät und haben wenige Kinder. Im Gegensatz zu unseren ausländischen Mitbürgern. Die vermehren sich wie die Guppys, im Gegensatz zu den Deutschen, die ein Reproduktionsverhalten von Steinadlern haben. Warum soll Berlin die historische Entwicklung verschlafen. Mit einem genetischen Feldversuch zeigt die aufstrebende Metropole, was uns eines Tages erwarten wird. Eine national befreite Zone. Befreit von der deutschen Nation. Der Traum vieler Antifaschisten.

Damit Berlin eine liebens- und lebenswerte Stadt wird.

Bericht: Schweden Rock Festival

Hi!

Obwohl ich das Sweden Rock Festival, SRF jedes Jahr seid 2006 besuche, mit Ausnahme von 2012, habe ich niemals vorher versucht einen Bericht zu schreiben. Aber jetzt ist es an der Zeit, also Leute hier ist es:

Wir reisten los von Ludvika am Diesntagmorgen, 3. Juni um 7 Uhr. Wir fuhren nach Karlstad in meinem Saab um noch ein weiteres Reisemitglied mitzunehmen und dann fuhren wir fort nach Grums um in das mobile Haus zu ziehen welches wir gemietet haben. Wir erreichen Norje um 23 Uhr, gerade noch rechtzeitig und einen der letzten Plätze beim A Camping zu bekommen, wo wir normalerweise immer während dem Festival bleiben.

Der MIttwochmorgen startete um 9 Uhr mit dem üblichen Frühstück beim lokalen Touristencenter, gefolgt von einem Spaziergang durch das äußere Areal des Festivals und das bekommen des Festivalarmbands. Der Himmel war sehr bewölkt, aber dennoch war es eher warm und schön. Hosen, Jacke und eine Mütze helfen 🙂 Wir machten uns zurück zu unseren Haus (mobi) und begannen mit unseren traditionellem Früstücksgetränk, welche eine Mischung von heißem Erdbeertee und Whiskey ist. Einer folgt dem nächsten…                                                                                      Im Folgenden ist eine Liste der Bands, die ich an diesem Tag gesehen habe und ein schneller Bericht des Konzertes. Die Qualifikation ist eine Nummer von 1 bis 10, 1 bedeutet sehr schlecht, 10 bedeutet sehr gut.

Band: Vdelli

Stil: Blue Rock

Bericht:

Es war sehr gut ausgeführt, aber die Lieder waren alle sehr gleich in ihrer Struktur und Klang. DIe zwei letzten Lieder waren anders als die anderen und waren viel dynamischer und interessant. Dies machte sie die besten Lieder der Show!
Bewertung: 3

 

Band: Freak Kitchen

Stil: Progressive Wacko Metal (mein eigener Versuch einer Einrückung)

Bericht:

Das Konzert war witzig der ersten Sekunde bis zu letzten. Es beinhaltete witzige und geniale Texte begleitet von sehr technischen und verrückten Musik und absolut verrückte und umfangreiche Gespräche zwischen den Liedern. Aber trotz des technischen Levels der Lieder, die meisten enthielten melodische und einprägsame Gesangsstücke. Die Gitarrensolos von Mattias IA Eklundh sind immer gemäß seines sehr einzigartigen Stils. Es gab keine langweiligen Abschnitte während des gesamten Konzertes, aber manche Lieder waren schwer mitzuverfolgen aufgrund der komplexen Rhythmen die verwendet wurden.

Bewertung: 7

 

Band: Magnum

Stil: AOR

Bericht:

Ich war noch nie ein großer Fan von Magnum. Sie haben ein paar richtig gute Lieder, aber wenn ich mir ein gesamtes Album von ihnen anhöre wird mir langweilig. Sie sind ein bisschen zu weich für mich. Aber dies ist nicht wahr, wenn sie live spielen. Dann spielen sie alles nur ein bisschen härter und das ist genau richtig für mich. Ich habe Magnum zum ersten mal live gesehen, als sie das letzte mal beim SRF gespielt haben. Ich hatte keine Erwartungen und war überrascht, wie es war. Dieses mal war es aber nicht so gut. Ich weiß nicht warum, aber es schien als ob sie auf Autopilot laufen würden, oder sie waren nicht so inspiriert wie letztes mal. Ich glaube auch, dass der Sänger Bob Catley nicht so gut aufgetreten ist wie letztes mal. Für sie war es wahrscheinlich nur ein schlechter Tag auf der Arbeit.

Bewertung: 5

 

Band: Paul Dianno vs Blaze Bayley

Stil: Heavy Metal

Bericht:

Dies war etwas kleines besonderes. Zwei alte Sänger von Iron Maiden fürhren Iron Maiden Lieder vor. Aufgrund des Namens, hätte dies auch ein Wettkampf oder ein Duel sein können. Ich werde daher hier den Sieger bekünden 🙂 Blaze hat die Show gestartet. Ich habe ihn vor schon am SRF spielen gesehen, aber jetzt spielt er nur Iron Maiden Lieder. Während der Show aber ich angefangen, dasselbe zu denken wie letztes mal. Warum in aller Welt habe ich aufgehört Iron Maiden zu hören als er der Band beigetreten ist. Ich habe gedacht, dass Maiden damals alles verloren hat. Die Songs wurden schlechter und der Singer war nicht im Vergleich zu Bruce Almighty. Aber während des Auftritts dachte ich, dass Blaze sehr gut performt und ich mochte seinen Gesang. Die Lieder waren auch sehr gut. Also lag ich all diese Jahre falsch 🙁 Was eine Schande!!

Bewertung: 7

Nach Blazes sehr guten ersten Hälfte musste Paul eine sehr gute Show abliefern um ihm gewachsen zu sein. Ich mag die guten Songs von Maidens früheren Jahren sehr als Paul der Sänger war, also sollte dies kein Problem für ihn sein dachte ich. Aber anscheinend lag ich total falsch. Die Band hat eine gute Entscheidung getroffen, nichts worüber man sich beschweren könnte. Aber Paul hört sich schrecklich an :-(. Er ruinierte alle Lieder muss ich sagen. Diese Show war die schlechteste aller Zeieten am SRF. Es wurde erwähnt, dass Paul nach dieser Tour in Rente geht. Leider glaube ich, dass dies einer sehr gute Idee ist.

Bewertung: 1

Oh.. und der Gewinner ist… Blaze Bayley 🙂

 

Band: Queensryche

Stil: Progressive Heavy Metal

Bericht:

Ich hab Queensryche während ihres Höhepunktes rund um das Album Operation Mindcrime geliebt. Sie waren auch weiterhin gut für noch mehr Veröffentlichungen, aber danach ist ihr Stil allmählich zu weich geworden. Plötzlich veröffentlichten sie einen Nachfolge zu Operation Mindcrime, Operation Mindcrime II, aber danach wieder nichts. Aber jetzt haben sie den Original Sänger Geoff Tate mit Todd LaTorre ausgetauscht. Eine schwere Entscheidung, da Queensryches Klang sehr von Tates Gesang beeinflusst wurde, aber eine sehr gute Entscheidung denke ich. Das neue Album ist das beste seit Mindcrime II und wenn es zum Gesang kommt macht LaTorres einen sehr guten Job. Ihre Leistugen haben meinen Standpunkt bestätigt. Die Änderung war eine richtige Vitaminspritze. DIe Band hatte einen sehr guten Auftritt und LaTorre hat überhaupt keine Probleme alte und neue Songs mit perfektion rüberzubringen. Dies war die beste Show and diesem ersten Tag des SRF!!

Bewertung: 9

Der Bericht ist länger geworden als erwartet, daher ende ich hier. Ich werde mich wieder melden mit einem Bericht der anderen Tage.

 

Rock on!!

Rotes Meer

Deutsche Technologien ermöglichen heute, was sonst nur der Gott der Juden vermochte. Auf der Flucht vor der Sklaverei teilte Moses mit Hilfe Jehovas das Rote Meer und ermöglichte die Heimkehr der Juden nach Israel trockenen Fußes. Moses tippte mit einem Stock auf das Wasser, das Meer teilte sich, die Anhänger Moses eilten über den Untergrund und die Verfolger ertranken in den zurückflutenden Wassermassen.

So steht es in der Tora, Bibel und im Koran. Und diese Bücher sind die Quellen der Wahrheit und des Wissens. Deutsche Wissenschaftler überlegten sich, wie sie dieses historische Ereignis nachstellen könnten. Kosten spielten keine Rolle, die deutsche Erbschuld gegenüber den Brüdern mosaischen Glaubens rechtfertigten die Ausgaben. Wir waren ja auch prädestiniert für diese Aufgabe, immerhin haben wir ja schon vor über 60 Jahren dieselbe Zielgruppe mit der Bahn befördert. Deshalb bauten deutsche Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker für die trockene Überquerung des Roten Meeres zwei U-Boote der „Delphin“-Klasse. Wir zahlen ein Drittel der Kosten, Israel den Rest. Beim Stückpreis von 500 Mio.

Euro machen das Schlappe 330 Millionen Euro aus der Haushaltskasse der Deutschen für die stählerne Variante des Fernsehlieblings Flipper. Das kam uns aber immer noch preiswerter, als Deutschland 1999 und 2000 Israel zwei solche U-Boote vollständig schenkte. Damit nichts schiefgeht und kein Ewiggestriger kleine gemeine Löcher in den Schiffsrumpf bohrt, wurde jeder Bauarbeiter auf Herz und Nieren geprüft. Pazifisten, Palästinenser oder andere verdächtige Subjekte durften sich nicht in der Nähe der Werft aufhalten. Großen Wert legten die Ingenieure auf die Einrichtung der Bordküche. Die Einhaltung der religiösen Essensvorschriften ist durch die großzügig angelegte Kombüse gewährleistet. Dabei mußten die Ingenieure total umdenken. Auf die Erfahrung von vor über 60 Jahren bezüglich der Verpflegung konnte man nicht zurückgreifen. Da waren doch eher andere Maßstäbe gefragt. Der Begriff „außenluftunabhängiger Antrieb“ verunsicherte die Auftraggeber. Die Probleme mit der Luftzufuhr deutscher Fabrikate war den Israelis noch gut in Erinnerung. Auch der Antrieb mit Brennstoffzellen als solche hatte einen schalen Beigeschmack.

Nachdem die deutschen Entwickler im Selbstversuch die Geschäftspartner von der Seriosität ihrer Entwicklung überzeugten, griffen die Israelis zu. Jetzt haben wir wieder ein Teil unseres moralischen Schuldenberges abgetragen und können zuversichtlich in die Zukunft blicken. Und vielleicht kommen uns unsere neuen Freunde mal besuchen. Nachdem sie das Rote Meer geteilt haben können wir ja auch mal mit ihnen etwas teilen. Wir haben ja genug.

Knöppe drehen

Die Steigerungsform von Rad ist Radio. Die zweitgrößte menschliche Errungenschaft nach dem Feuer ist also das Radio. Die Spielwiese von Leuten, welche gerne ungestraft an den Knöppen drehen, ein Sendungsbewußtsein und eine Sendung haben, labern können, ohne zu wissen, ob es jemanden interessiert, imaginäre Gesprächspartner zutexten, ohne daß ein Arzt psychotische Zustände attestiert sowie mörderische Absichten hegen und die eigene und die Zeit von anderen totschlagen.

Auf lokaler Ebene nennt man diese Erfindung unter anderem NB-Radiotreff. Daß der Offene Kanal offen ist, läßt nicht gleichzeitig darauf schließen, daß die Hörer und Macher nicht ganz dicht sind. Doch einiges ist grenzwertig. Immerhin hat dieses Medium etwas von der Politik. Man befriedigt Bedürfnisse, die bis dahin keiner formuliert hat. Es werden Fragen beantwortet, die keiner gestellt hat.

Es wird das Gefühl vermittelt, man hätte etwas zu sagen. Politische Korrektheit wird publik gemacht. Nur ab und zu, zur späten Stunde, wenn der brave Bürger im Bett ist, in der Zeit zwischen den Königen der alltäglichen, allgegenwärtigen Meinung treibt jemand sein Unwesen. Und das gar nicht mal so leise. Daß diese Unverschämtheiten und andere Katastrophen möglich gemacht wurden und werden, läßt hoffen. Auf die nächsten 10 Jahre Knöppe drehen.

Respekt

Daß in Deutschland die Integration von Muslime trotz anders lautender Meinungen gelungen ist, zeigt die Reaktion dieses nicht unerheblichen Anteils unserer Bevölkerung auf den Karikaturenstreit um Religionsstifter Mohamed. Unsere kuscheligen Landsmänner und Frauen nichtdeutscher Herkunft gingen erst dann auf die Straße vor die dänische Botschaft, als von unseren Politikern das ausgesprochen wurde, was sie selbst sich nicht getraut haben zu denken. Nämlich, daß die religiösen Gefühle von Moslems durch die Karikaturen verletzt wurden. Nun ja, der ganze folgende Quatsch von Pressefreiheit war dann doch nicht so interessant, weil die Fähigkeit zum Lesen nicht so ausgeprägt ist.

Dabei leben doch gerade die Kopftuch- und Schnurrbartträger gerade uns sogenanntem zivilisierten Volk vor, wie man respektvoll mit der Kultur und der Religion anderer umgeht. Sie sagen sich, leben und leben lassen. Sie haben zum Beispiel so viel Respekt vor unserer Sprache, daß sie sich oft nicht einmal trauen, sie zu sprechen.

Und wenn sie hier schon 20 Jahre leben, nein, so viel Anstand haben sie schon. Jede deutsche Frau wird außerdem bemerkt haben, mit welcher höflichen Distanz sie bedacht wird, trifft sie auf eine Gruppe Jugendliche türkischer oder arabischer Herkunft. Fast überkorrekt ist der Umgang dieser Menschen mit fremden Eigentum. Denn Allah sieht alles. Auch solche kleinen Dinge wie Handys, Geldbörsen etc.

Voreilige Leser sollten jetzt nicht die falschen Schlüsse ziehen. Bei Hausdurchsuchungen in Moscheen sind eher Flugblätter oder Flugpläne als solche profanen Dinge gefunden worden.

Auch die Hochachtung vor unserer christlichen Vergangenheit und der jüngeren deutschen Geschichte zeigt sich immer wieder. Während heute die deutsche Politik einen Sinneswandel vollzogen hat, zeigt sich die muslimische Bevölkerung noch sehr traditionalistisch und ist Judas immer noch böse, Jesus verraten zu haben.

Und was tun die Europäer mit den Moslems? Spott und Häme. Mohamed als Attentäter in Zeitschriften darzustellen zeugt nicht von sehr viel Verständnis für diese Hochkultur. Das ist grundweg falsch. Mohamed würde so etwas nie tun. Das schwört er auf den Koran. Und der ist ihm heilig. Er würde sogar auf seine Mutter schwören. Und wenn ich ihm nicht glaube, dann fickt er meine.

Metal Rules The World

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Heavy Metals. Gelernten DDR-Bürgern und auch Altkommunisten aus dem nichtsozialistischen Wirtschaftssystem ist das Original des Zitates noch wohlbekannt. Prophezeite das Manifest noch den Siegeszug des Kommunismus, hofft die Metalgemeinde seit LORDIs Sieg in Griechenland beim europäischen Trällerfestival auf einen Siegeszug des musikalischen Schwermetalls.

Wobei europäisch nicht ganz zutrifft, immerhin zählen die Türkei, Armenien und Israel zu Asien. Vielleicht zeigt der Song-Contest die Entwicklung der europäischen Union auf. An die Türkei als Mitglied hat man sich allmählich gewöhnt, sie hat ja auch über 2 Millionen Botschafter bei uns. Es kann auch sein, das Israel Mitglied der EU werden will. Jüdische Gedenkstätten als Gastgeschenke haben wir reichlich vorzuweisen. Daß Armenien sich zu Europa zugehörig fühlt, ist klar, immerhin ist es auch das Land, welches im Jahre 301 als erstes das Christentum zur Staatsreligion erhob, also 79 Jahre vor dem Römischen Reich.

Aber das hat alles mit dem Siegeszug des Heavy Metals nichts zu tun.

Wie geht es weiter? LORDI gewinnen den Grand Prix, Karl Moik kann endlich seine Lederklamotten aus dem Keller holen. Der Musikantenstadl braucht nicht einmal seine Ausrichtung großartig ändern. Lederhosen waren dort schon immer die Standartbekleidung und Bands wie Finntroll haben auch einen volkstümlichen musikalischen Einschlag.

Stefan Mross spielt demnächst bei der ungarischen Black/Pagan-Metal-Band Sear Bliss Posaune. Die mißglückte Fußball-WM-Eröffnungsfeier von André Heller wird ersetzt durch die Rockoper „Quadrophenia“ von The Who. Ist zwar kein Metal, aber trotzdem ultrahart, und die darin vorkommenden Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Jugendgruppen passen auch viel besser zu dem Motto: Die Welt zu Gast bei Freunden, außer in gewissen Gebieten Brandenburgs, Sachsens, Mecklenburgs.

Der Auftritt von LORDI hat vielen Menschen Mut gemacht. Sogar karitative Organisationen haben sich für den Beitrag von LORDI bedankt. Zum Beispiel die Organisation von Menschen mit grausamen Entstellungen, wie Brandopfern. Und von Kindern, die so häßlich sind, daß sie nur von ihren Müttern geliebt werden können.

Auch das Singen der Nationalhymne in türkisch macht jetzt Sinn. Es gibt eine türkische Black-Metal-Band, die gerne alle drei Strophen covern würde. Wenn die Entwicklung so weitergeht, bin ich sogar für Kaufhaus- und Fahrstuhlmusik. Metal Rules The World.

Zum Abschuß freigegeben (zu einer lustigen Publikation über unsere Sendung)

Auf der letzten Jagd, die ausschließlich nur für Linkshänder veranstaltet wurde, beklagten sich die Teilnehmer, daß ihre Ziele nicht so einfach zu treffen waren. Immer wieder verfehlten sie ihre Opfer. Dabei waren die Jäger ihrer Beute doch so überlegen. Ausgerüstet mit der moralischen Gewißheit, die heimatliche Flur von überflüssigem, ja gefährlichem Ungetier zu befreien, zogen sie auf die Pirsch. Sie waren auch nicht unvorbereitet auf die Jagd gegangen. Über jedes ihrer Ziele legten die Jagdgenossen Dossiers an und recherchierten über die Gefährlichkeit der Untiere. Zudem wurde die Öffentlichkeit über deren Bösartigkeit informiert. Damit hofften sie, des Volkes Meinung auf ihre Seite zu ziehen. Dennoch diese Pleite.

Erfolglos zogen sie sich erst einmal zurück. Sie haben das Gefecht zwar nicht gewonnen, aber die Schlacht ist noch nicht beendet. Bei der im Verein für linkshändige Jäger üblichen selbstkritischen Auseinandersetzung analysierten sie die letzte Jagd. Dabei kristallisierten sich mehrere Schwachpunkte heraus.

Problem 1 – Die Waffen:

Durch die ständige einseitige Belastung haben sich die Läufe verzogen. Bei Linkshändern tendieren die Läufe nach rechts. Also ist alles, was sich rechts befindet, im Schußfeld.

Problem 2 – Die Taktik:

Aus gerade angeführten Gründen möchte kein Jäger sich rechts vom Jagdgenossen befinden. Also laufen die Jäger hintereinander, sozusagen im Gänsemarsch. Ein Ausschwärmen ist dadurch unmöglich.

Problem 3 – Die Vereinsstruktur:

Der Verein für linkshändige Jagdfreunde ist durchweg basisdemokratisch strukturiert. Erst wollte man in einer geheimen Wahl unter UN-Beobachtung festlegen, wer in der Jagdschlange vorne läuft. Dieser hat ja bekanntlich eine hohe moralische Verantwortung. Um aber Korruption und Amtsmißbrauch vorzubeugen, verwarf man diese Konstellation. Auf eine Doppelspitze hat man nach mehreren Jagdunfällen ebenfalls verzichtet. Der rechte Jagdgenosse erlitt zu häufig Schußverletzungen. Man einigte sich auf eine rotierende Spitze. Das heißt, jeder darf mal vorne laufen. Jeder bestimmte dann aber auch das Jagdziel. So kam es, daß sich die Jagdgruppe des öfteren im Wald verlief.

Problem 4 – das Ziel:

Während es früher einfacher war das Ziel auszumachen, braucht es heute schon eine gewisse Weitsichtigkeit und Intelligenz, das Ungetier zu erkennen. Jeder normale Bürger würde einen einfachen Hasen ungeschoren lassen. Das tatsächliche Gefährdungspotential für Mensch und Umwelt sieht der deutsche Michel nicht.

Doch die linkshändigen Jagdgenossen lassen sich von der scheinbaren Harmlosigkeit Meister Lampes nicht ins Bockshorn jagen. Mit wem verkehrt er, was für Kontakte hat er, mit wem teilt er sich den Wald. Aha, er kennt Fuchs, Habicht und das braune Reh. Schon verdächtig. Sein Nest ist mit Eichenlaub ausgelegt? Oder wurde er damit ausgezeichnet? Solche Recherchen brauchen viel Zeit. Oftmals hat das Zielobjekt dann schon den Wohnort verlegt oder ist verstorben.

Nach dem die linkshändigen Jäger ihre wirre Jagd ausgewertet hatten, kamen sie zu dem Ergebnis, daß sie zwar nicht sehr erfolgreich, aber doch glücklich sind. Und das ist doch schon mal was.

Abstand halten

Das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz ist für das eigene Wohlbefinden, ja manchmal für das Überleben notwendig. Jeder weiß zum Beispiel, wie wichtig es ist, daß die Füße sich am anderen Ende des Körpers befinden und den nötigen Abstand zur Nase haben. Bei manchen Bekannten ist es sogar überlebenswichtig. Nachdem diese ihre Füße aus den ledernen Schutzhüllen geschält haben, können sich Fäulnisgase breit machen, die das Wohlbefinden massiv beeinträchtigen.

Im Zustand von Atemnot und der Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff können die Stinkstiefel die Reaktionen anwesender Personen zwar nur noch schemenhaft, jedoch nachhaltig wahrnehmen. Würgereize sind noch die kleineren Übel der Betreffenden, auch einen selbst haut der Gasangriff aus den Latschen. Der Mensch kann zirka drei Minuten ohne Sauerstoff überstehen, gefährliche Gase verkürzen die Überlebenschancen.

Erschwerend zum Zeitfaktor kommt hinzu, daß die Möglichkeiten des Verschleierns beschränkt sind. Stillschweigend nach unten schauen und so tun, als hätte jemand anderes den Gestank verursacht, fliegt schnell auf, da sich bereits Schmeißfliegen an die Füße heften und wegen der Überdosis elendig zu Grunde gehen. Da bleibt dem Betreffenden nur noch übrig, sich wortstark und mit dem nötigen Nachdruck von seinen Füßen zu distanzieren. „Ich erkläre, nichts mit diesen Füßen zu tun zu haben und weise ausdrücklich darauf hin, daß diese ohne meine Zustimmung diesen Gestank verbreiten.

“ Nach der Verlesung dieser Mitteilung sind die Anwesenden zwar immer noch der Ohnmacht nahe, aber die Herzen könnte der humanoide Harzer Käse doch schon wieder gewonnen haben. Vielleicht nicht unbedingt das der anvisierten Frau seines Herzens, aber immerhin, der gute Wille zählt. Die anwesenden Personen verlangen, daß die aromatische Nasenpenetration endgültig aufhört. Da ist guter Rat teuer. Mit nackten Füßen zum Schuhregal laufen geht nicht, damit der gute Teppich nicht kontaminiert wird. Er wäre dann nur noch als Nährboden für die Pilzzucht im Keller zu gebrauchen. Freiwillig will aber auch keiner der Gäste ihm die schuhähnlichen Käseglocken bringen. Füße waschen fällt auch aus. Das giftige Abwasser fällt unter Sondermüll und darf nicht in den Ausguß geleitet werden. Die dem Delirium nahen Personen verlangen, daß der verbalen Distanzierung handfeste Taten folgen sollen. Dem Schwerenöter würde aber bei all zu wörtlicher Umsetzung des Wunsches nicht nur ein Fuß fehlen, sondern beide. Also geht die – fälschlicherweise im Irak vermutete – zweibeinige mobile Giftgasanlage wieder nach Hause.

Ein anderes Beispiel für den Umgang mit Distanzierungen ist der Freundeskreis. Denn wer noch einen hat, beweißt, daß man sich nicht konsequent vom Fehlverhalten anderer distanziert. Hat denn jeder ehrlichen Herzens mal ganz genau hingeschaut, ob sich in seinem privaten Umfeld nicht doch der eine oder andere Bösewicht befindet? Oder ob der Freund, die Bekannte nicht jemanden kennt, dessen Verhalten mit den Rechtsgrundlagen eines demokratischen Staates unter Umständen und nach der Meinung eines Parkplatzwächters in Buxtehude unvereinbar ist?

Wenn man genau hinschaut, wird man immer wieder solche schwarzen Schafe entdecken. Und wer möchte denn schon mit jemanden zu tun haben, der sich nicht offensiv von moralisch und juristisch fragwürdigen Personen distanziert. Diese halbherzigen Ausreden, wie zum Beispiel man habe es nicht gewußt, das von einigen Unbekannten monierte Fehlverhalten läge doch schon lange zurück, ansonsten wäre er ein anständiger Kerl usw., zeugen von mangelnder Konsequenz. Gerade als Deutscher ist es wichtig, sich zu distanzieren.

Warum auch immer. Aber wenn es jemand mit Nachdruck verlangt, wird er schon seine Gründe haben. Bereits Nietzsche sagte, wenn man lange genug in den Abgrund schaut, so schaut der Abgrund eines Tages in einen selbst hinein. Deshalb ist für die eigene Sozialhygiene wichtig, sich von suspekten Elementen zu distanzieren. Und wer nie von Freunden enttäuscht werden will, sollte auch keine haben. Damit wir in einer besseren Welt leben können.

P.S.: Ich distanziere mich von diesem Artikel und entschuldige mich bei allen Personen, deren Gefühle ich damit verletzt habe.

 

Bauer sucht Frau

Weil aus dem Osten die Frauen wegziehen und es einen Überschuß an Männern gibt, plant man dieses durch staatliche Maßnahmen umkehren zu wollen. Ambulante medizinische Versorgung, Rückkehrerprämien für Frauen, mehr Arbeitsplatzperspektiven und ähnliches stehen auf dem Maßnahmeplan. Die Grünen brachten zudem noch den Vorschlag ein, die Einkommenssteuer für die Frauen zu senken und für die Männer zu erhöhen, weil es ach so viel Ungerechtigkeit gegenüber dem weiblichen Geschlecht im deutschen Lande gibt. Diese Idee hat zwar nichts mit der Entwicklung im Osten zu tun, käme aber auch den Ostfrauen zugute.

Sogar in der mecklenburgischen Landeshauptstadt Schwerin hält die Tendenz der Frauenflucht an. Immer mehr Männer auf immer weniger Frauen. Man kann das auch Gangbang nennen. Manche Frauen mag das erfreuen, doch für die meisten ist es ein Grund mehr, gen Westen zu gehen. Geht die Entwicklung so weiter, wird der Osten die Bullenaufzuchtstation Deutschlands. Tausende männliche Zuchttiere auf der Weide und weit und breit keine brünstige Kuh.

Aber auch der beste Zuchtstier kommt nie in seinem Leben in den Genuß eines natürlichen Fortpflanzungsaktes. So genannte Besamungstechniker – im Volksmund Rücksackbulle genannt – schütteln den Stieren einen von der Palme, portionieren das Sperma und verteilen dieses an ausgewählte Kühe. Eine gesunde und leistungsfähige Nachkommenschaft kann durch gezielte Selektion erreicht werden. Wäre da nicht die Konkurrenz durch das freilaufende männliche Hornvieh im Westen. Und diese haben meist bessere Referenzen als die Ostochsen. Einen besseren Stall, bessere Viehtransporter, glänzenderes Fell und statt einer Glocke um den Hals Gold- und Silberkettchen. Also muß der Staat eingreifen.

Die Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“, für ländliche Gebiete erdacht, erreicht leider nicht die breite Masse. Viele Menschen der älteren Generation erinnern sich noch an die Weltfestspiele 1973. Dort wurde für den Weltfrieden gekämpft, unter Zuhilfenahme von Musik, Alkohol und Party. Das einzige, was heute noch daran erinnert, sind die sogenannten Festivalkinder. Völkerverständigung beim Quickie. Großveranstaltungen an sich haben ja immer etwas sexuell Attraktives. Das war schon in Woodstock so. Also dachte sich die Regierung, machen wir eine Showveranstaltung im Osten des Landes und laden dazu auch ein paar Regierungschefs ein. Die Idee des G8-Gipfels in Heiligendamm war geboren. Zwar wollte man dabei unter sich bleiben, deshalb der Zaun, aber den ausgelassenen Jugendlichen gönnte man doch ein paar Gesellschaftsspiele mit der Polizei, lustige Umzüge in Rostock, Konzerte mit moralisch betroffenen Musikern und Pfadfinderlager auf der grünen Wiese.

Während die Chefs gemütlich über den von pakistanischen Kindern ökologisch bewußt geknüpften Teppich liefen, kamen junge Menschen zusammen und bereicherten den Osten mit kreativen Workshops. Der Renner war: „Ficken für den Frieden“. Auch der eine oder andere männliche Ossi beteiligte sich intensiv an diesem Angebot. Untenrum ausgeleert und obenrum entspannt, blickten die Mecklenburger Jungs wieder optimistisch in die Zukunft.

Und wer sexuell nicht frustriert ist, kommt auch gar nicht auf die Idee, gesellschaftlich nicht akzeptierten radikalen Bewegungen zu verfallen. Der Erfolg von Heiligendamm war so umwerfend, daß über weitere Großveranstaltungen im Osten nachgedacht wird. Weitere 50 Millionen Euro sollte es doch der Regierung wert sein, den übriggebliebenen Männern im Osten die Enthaltsamkeit zu nehmen. Immer noch billiger als die Schaffung von Arbeitsplätzen. Und das Alles für ein lebenswertes Deutschland.

Rucksackbulle …

ist der scherzhafte Begriff für einen Besamungstechniker, der das Sperma von den Zuchtbullen „abmelkt“, also quasi ihnen einen wichst. Der Bulle springt auf einen Bock, ähnlich wie das Pferd beim Bodenturnen, und man stülpt ihm eine Vaginalmanschette über, in das er sein Ejakulat entlädt. Dieses Sperma wird dann aufbereitet, portioniert und tiefgekühlt. Eine Ladung eines Bullen reicht für mehrere Besamungen.

In speziellen Kühltaschen (sogenannten Rucksäcken) bringt der Rucksackbulle dann das Zeug zu den „bedürftigen“ Bauern. Dort pflanzt er den brünstigen Kühen das Sperma ein. Lustige Sache, der Oberarm des Rucksackbullen/Tierarzt o.ä. verschwindet bis zur Schulter im Arsch der Kuh, dort fühlt er durch den Darm hindurch die Stelle, wo das Sperma abgelagert werden soll. Dann wird mit einer überdimensionalen Pipette die Portion (noch eiskalt) in die Gebärmutter der Kuh versenkt. Der Fachbegriff hieß früher Fernbesamung. Für diesen Beruf braucht man sehr viel „Liebe“ für das Tier. Bullen wichsen und Arschfisting bei Kühen.

In jeder Krise steckt auch eine Chance

Greise Drückeberger und in die Jahre gekommene Sozialschmarotzer, die sinnentleert in ihren Betten pflegebedürftig und Mitleid heischend jahrelang vor sich hinvegetieren und dann einfach so wegsterben, sind die Krönung. Nichts auf der hohen Kante, was sie den Kindern vererben können, dafür kostspielige Beerdigungen, von denen sie selbst nicht einmal etwas haben, sondern als pure Bosheit den Anverwandten aufbürden. Als wenn es den Begriff sozialverträgliches Frühableben noch nicht geben würde.

Das ewige rumlamentieren, daß alte Menschen mit ihrer Rente keine Zukunft mehr haben … Natürlich haben sie keine. Deshalb heißen sie ja auch alte Menschen. Und wer noch die Kraft zum meckern hat, dem geht es noch gut und der kann weiter arbeiten gehen, um sich ein kleines Zubrot zu verdienen. Drei bis vier Stunden am Tag im Bergwerk, auf dem Bau oder dem Feld helfen gegen das Verkalken. Nach Endbenutzung können die Senioren noch zum Verfüllen der Schächte, als Bewehrungsstäbe im Beton verwendet oder als Düngemittel untergegraben werden.
Alzheimerkranke sind extrem arbeitgeberfreundlich. Den Alzis kann man immer wieder verklickern, daß ihre Arbeitszeit gerade eben erst begonnen hat.

Zum Beispiel bei der Energieversorgung. Körperlich fitte Rentner mit extremem Kurzzeitgedächtnis treiben eine Turbine an. Den für das Krankheitsbild typischen Bewegungsdrang können sie in der Tretmühle ausleben. Die Arbeit verlangt auch keine hohen intellektuellen Fähigkeiten, ist umweltverträglich und gibt dem Rentnerdasein einen Sinn. Zwar erreichen die Alten nicht die Geschwindigkeit und Kraft einer Gasturbine, aber der Begriff Rentnerschwemme verdeutlicht doch die Möglichkeiten einer extensiven Nutzung von Humanmaterial, dessen Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, kurz: die Masse machts. Die anschließende Kompostierung der Auslaufmodelle erzeugt zusätzlich noch Biogas. Die Steigerung von Ökostrom nennt sich Seniorenstrom.

Wer jedoch schon bettlägerig ist, kann auch in der Horizontalen etwas Gutes tun. Wenn ein Hausbesitzer nicht die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen kann, Fenster und Türen abzudichten, macht sich ein querliegender Senior vor dem Schlitz an der Balkontür auch praktisch. Zugluft ist ja sehr ungesund für kleine Kinder. Und so ein Pensionär vor der Pensionstür ist auch noch dekorativ.

Es gibt aber noch eine andere Gattung von faltigen, leicht nach Urin und Schweiß riechenden Menschen. Die mobile und senile Eingreiftruppe. Gerade deutsche Rentner sind, wenn das notwendige Kleingeld und die körperliche Fitneß vorhanden, ja sehr reiselustig. Sie haben das Geld und die Motivation, die unserer Armee bei den Auslandseinsätzen fehlt. Da der deutsche Soldat seit über 60 Jahren nicht mehr den nötigen Biß hat, um im Ausland noch Furcht und Schrecken zu erzeugen, sondern lieber im Wüstensand Brunnen bohrt, überläßt er halt den kriegserfahrenen renitenten Rentnern das Erobern von auswärtigen Territorien.

Die verrenteten Besatzungstruppen unterstehen dem Befehl von TUI und Neckermann, die Wehrmacht hat ausgedient. Doch die Angst der Einheimischen vor den deutschen Panzern ist immer noch allgegenwärtig. Nur das die heutigen Tanks nicht mehr aus grünbemaltem Stahl, sondern aus schwabbeligen Leibern in auffällig buntbedruckten Stoffen bestehen, mit einer Oberschenkelhaut, die aussieht, als hätte eine Splittergranate tiefe Krater hinterlassen. Doch diese Auslagerung von Alten nach Mallorca senkt nicht dauerhaft den Altersdurchschnitt in unserem Land.

Ein banaler Oberschenkelhalsbruch, zugezogen beim Erklimmen des Mont Everests, eine ausgewachsene Syphilis, frisch aus Thailand importiert und schon ist der Rentner wieder zu Hause. Jetzt ist der Heizwert eines Rentners höher als sein volkswirtschaftlicher Nutzen, sollte er zu Hause gesund gepflegt werden. Und was heißt gesund bei so einem alten Menschen? Das ist ein Widerspruch in sich – alt und gesund. Also keine Sorge, daß die Rente nicht reichen wird. Es gibt auch im Alter noch genügend Verwendungsmöglichkeiten, für ein jüngeres Deutschland.